Gewerkschaft macht ernst

Bahnkunden drohen Ausfälle: Streik zum Wochenstart

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Zugausfälle und Verspätungen beschert ein bahnstreik Reisenden am Montagmorgen.

Berlin - Zum Wochenstart drohen den Bahnkunden schwere Beinträchtichgungen durch einen bundesweiten Warnstreik. Bahnreisende müssen sich am Montagmorgen auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen.

Zwischen 6 und 8 Uhr treten Angehörige der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bundesweit in einen Warnstreik. Das teilte ein Gewerkschaftssprecher der Nachrichtenagentur dpa am Samstag mit. Demnach sollen Stellwerke und Werkstätten bestreikt und manche Züge nicht fahrbereit gemacht werden. „Wir fangen langsam an, um die Reisenden nicht zu sehr zu behelligen“, sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz der dpa.

Aktuelle Infos der Bahn zu Zugausfällen finden Sie hier

Hintergrund der Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen zwischen der EVG und der bundeseigenen Deutschen Bahn (DB). Die Gewerkschaft war mit der Forderung nach einem Aufschlag von 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr in die Verhandlungen gegangen.

So sieht der modernste Zug der Welt aus

Ab 2016 soll der neue ICx über die Schienen rollen. © Siemens
Der ICx soll um bis zu 30 Prozent weniger Energie verbrauchen. © Siemens
Viel schneller als seine Vorgänger wird der ICx nicht: Maximal 249 Stundenkilometer wird er schnell sein. © Siemens
Die neuen Sitze sollen mehr Freiraum bieten. © Siemens
Beim Verstellen des Sitzes klappt die Rückenlehne nicht mehr nach hinten, sondern sie bewegt sich innerhalb der Sitzschalenkontur. © Siemens
Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität verfügen die Züge über jeweils eine fahrzeuggebundene Einstiegshilfe und ein behindertengerechtes WC. © Siemens
So sieht es im neuen ICx aus. © Siemens
Dank seiner deutlich verbesserten aerodynamischen Form reduziert sich der Fahrwiderstand gegenüber den bisher eingesetzten ICE-Zügen deutlich. © Siemens
Durch eine leichtere Bauweise konnte außerdem das Gewicht bei einem 200 Meter langen Zug um rund 20 Tonnen reduziert werden. © Siemens

Die Arbeitgeber boten in einem ersten Schritt 2,4 Prozent mehr Geld in diesem und weitere 2 Prozent im nächsten Jahr sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro. Die Gewerkschaft wies diesen Vorschlag als völlig unzureichend zurück. „Unser Protest ist eine deutliche Aufforderung, das vorliegende Angebot ordentlich aufzustocken“, sagte die stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Regina Rusch-Ziemba.

Die Tarifverhandlungen für die 130 000 Beschäftigten bei der Deutschen Bahn werden am Montag in Berlin fortgesetzt. Verhandelt wird parallel auch für 7000 Beschäftigte der Bahn-Konkurrenten Abellio, Benex, Hessische Landesbahn, Keolis, Netinera und Veolia, die eine gemeinsame Verhandlungsführung haben.

dpa

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