Warnstreiks in drei Bundesländern

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Das Schild "Warnstreik" hängt am Montag am Kieler Rathaus. Um ihre Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt zu untermauern, hat die Gewerkschaft Verdi im Norden erneut zu Warnstreiks aufgerufen.

Kiel - Zum Auftakt der neuen Verhandlungswoche im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben am Montag in drei Bundesländern Warnstreiks begonnen.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi legten mehrere tausend Beschäftigte in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ihre Arbeit nieder. Betroffen waren unter anderem Stadtwerke, Krankenhäuser, Altenheime, Sparkassen sowie Verwaltungen der Städte und Kreise. In mehreren Städten blieben Kitas geschlossen, Ämter unbesetzt, und der Müll wurde nicht abgeholt.

Im Südwesten lief Verdi zufolge vor allem der Personennahverkehr eingeschränkt. In Stuttgart und Karlsruhe etwa ruhten Busse und Bahnen. In Schleswig-Holstein war unter anderem die Schifffahrt betroffen. Es wurden keine Schiffe mehr in den Nord-Ost-See-Kanal gelassen. In Mecklenburg-Vorpommern wurde unter anderem auch in Krankenhäusern und Einrichtungen der Bundeswehr gestreikt.

Nichts geht mehr! Warnstreiks legen NRW und Baden-Württemberg lahm

Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am Mittwoch zu erheblichen Beeinträchtigungen im Nahverkehr in NRW und Baden-Württemberg geführt. Die Gewerkschaft lässt die Muskeln spielen - und trifft die Berufspendler. © dpa
Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am Mittwoch zu erheblichen Beeinträchtigungen im Nahverkehr in NRW und Baden-Württemberg geführt. Die Gewerkschaft lässt die Muskeln spielen - und trifft die Berufspendler. © dpa
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Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am Mittwoch zu erheblichen Beeinträchtigungen im Nahverkehr in NRW und Baden-Württemberg geführt. Die Gewerkschaft lässt die Muskeln spielen - und trifft die Berufspendler. © dpa
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Verdi-Chef Frank Bsirske schätzte die Wahrscheinlichkeit eines unbefristeten Streiks auf “50 zu 50“. Ein Arbeitskampf hänge sehr davon ab, “wie die Arbeitgeber sich am Mittwoch und Donnerstag aufstellen werden“, sagte Bsirske im ARD-Morgenmagazin. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber von 3,3 Prozent mehr Gehalt auf zwei Jahre lehnte er erneut ab. “3,3 Prozent wären selbst für 12 Monate zu wenig, geschweige denn für 24.“

Verdi fordert in dem Tarifstreit für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens 200 Euro.

dpa

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