Öffentlicher Dienst

Warnstreiks sind in Bayern angelaufen

Augsburg/Bayreuth - Warnstreiks in Bayern. Davon sind am Dienstag die Städte Augsburg und Bayreuth betroffen. In den nächsten Tagen soll die Aktion in Bayern noch ausgeweitet werden.

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind am Dienstag auch in Bayern angelaufen. Nach zwei gescheiterten Tarifverhandlungsrunden rief die Gewerkschaft Verdi in den Bezirken Augsburg und Bayreuth zu vorübergehenden Arbeitsniederlegungen auf.

In Oberfranken traten am Morgen die Beschäftigten der Universität Bayreuth und der Straßenmeistereien in den Ausstand. In Augsburg waren Finanzämter und Gerichte, das Hochbau- und Landratsamt sowie die Hochschulen betroffen, sagte Verdi-Sprecher Hans Sterr.

Mit der Streikbeteiligung zum Auftakt war Verdi zufrieden. Insgesamt hätten am Dienstag 350 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. An diesem Mittwoch sollen ganztags die Mitarbeiter der niederbayerischen Straßenmeistereien in Vilshofen, Dingolfing, Abensberg und Deggendorf in den Ausstand treten.

Streik-Höhepunkt wohl am Donnerstag

Diese kleineren Aktionen seien nur der Auftakt, sagte Sterr. In den nächsten Tagen soll es dann auch in anderen Regionen Bayerns Warnstreiks geben. Höhepunkt der Aktionen soll am Donnerstag sein. „Wir holen tief Luft, damit wir am Donnerstag deutlich mehr hinkriegen“, sagte Sterr. Wo genau Aktionen geplant sind, wollte er noch nicht sagen. Laut Verdi München sind die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität München betroffen, das Klinikum rechts der Isar, das Klinikum der Universität, Autobahn- und Straßenmeistereien, Justiz- und Finanzbehörden sowie die Bayerischen Staatstheater.

Bei den Tarifverhandlungen geht es um die Gehälter von etwa 112.000 Angestellten in Bayern. Zusätzlich seien indirekt 200 000 Beamte betroffen, auf die der Abschluss für die Angestellten meist in großen Teilen übertragen werden, sagte Sterr.

Streiks: Kein Einfluss auf Verhandlungen

Nach Ansicht von Arbeitgeber-Verhandlungsführer Jens Bullerjahn (SPD) werden die Warnstreiks die Verhandlungen nicht beeinflussen. „Für die zentrale Diskussion spielt es keine Rolle“, hatte Sachsen-Anhalts Finanzminister am Samstag in Magdeburg gesagt. „Wir lassen uns nicht unter Druck setzen.“ Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Geld. Außerdem wollen sie erreichen, dass die Gehaltsgruppen der rund 200 000 angestellten Lehrer bundesweit per Tarifvertrag einheitlich geregelt werden. Am 7. und 8. März werden die Verhandlungen in Potsdam fortgesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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