"Wein-TÜV" 2010: Diese Weine sind begehrt

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n Ein Glas Silvaner, aufgenommen in Castell (Unterfranken) anlässlich des 350. Jubiläums der Weißwein-Sorte.

Würzburg - Im vergangenen Jahr haben 95 Prozent aller vorgestellten Weine und Schaumweine den “Wein-TÜV“ bestanden. Besonders beliebt ist die Weißweinsorte Silvaner. Doch es gibt auch einen Verlierer.

Frankens Winzer setzen immer mehr auf die Weißweinsorte Silvaner. Die Sektproduktion ist hingegen rückläufig, wie die Regierung von Unterfranken am Donnerstag in Würzburg mitteilte. Bei den Weinprüfern der Behörde stellen die Weinbauern alljährlich ihre Weine und Schaumweine vor, um die begehrte amtliche Prüfungsnummer zu erhalten. Wer diese Nummer bekommt, darf seine Produkte Qualitätswein oder Qualitätsschaumwein nennen. Insgesamt sind in Bayern 101 weiße und rote Rebsorten zur Weinbereitung zugelassen.

Im vergangenen Jahr haben 95 Prozent aller vorgestellten Weine und Schaumweine den “Wein-TÜV“ bestanden und die Prüfungsnummer bekommen. Die freiwilligen Tester der Bezirksregierung untersuchen die Tropfen vor allem sensorisch, das heißt sie beurteilen Geruch, Farbe, Geschmack und Harmonie. Wenn beispielsweise ein Riesling wirklich wie ein Riesling aussieht und so schmeckt, erhält er die Nummer.

Vom Jahrgang 2009 wurden im vergangenen Jahr rund 35 Millionen Liter - das sind knapp 80 Prozent der gesamten Erntemenge - von den Prüfern untersucht. Gut 30 Prozent davon waren Silvanerweine, gefolgt vom Müller-Thurgau mit 28 Prozent und vom Bacchus mit 15 Prozent. In den Jahren zuvor hatte der Müller-Thurgau noch vor dem Silvaner gelegen.

Bei den Rotweinen war die Rebsorte Domina am stärksten vertreten (5,1 Prozent). Die Sektherstellung hat mit einer Gesamtmenge von rund 270 500 Litern nochmals abgenommen (2009: 321 000 Liter).

dpa

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