Weltbank: Krise trifft Entwicklungsländer hart

Seoul - Die globale Wirtschaftskrise und Finanzmarktschwäche wirken sich nach Angaben der Weltbank dramatisch auf die privaten Mittelzuflüsse für die ärmeren Länder aus.

“Entwicklungsländer können eine wichtige Antriebskraft bei der Erholung (der Weltwirtschaft) werden, in der Annahme, dass die einheimischen Investitionen wieder mit internationaler Hilfe ansteigen“, sagte Weltbank-Chefökonom Justin Lin. Dazu gehöre, dass den Ländern wieder internationale Kredite zufließen. Die Weltbank hatte zuletzt ihre Prognose für die globale Konjunktur in diesem Jahr deutlich nach unten korrigiert und erwartet nun, dass die Weltwirtschaft um 2,9 Prozent schrumpft.

Die Kapitalflüsse in die Entwicklungsländer werden nach einer Prognose der Organisation in diesem Jahr mit wahrscheinlich 363 Milliarden Dollar (rund 260 Milliarden Euro) weniger als ein Drittel des bisherigen Höchststands von 1,2 Billionen Dollar im Jahr 2007 erreichen. Wie die Weltbank am Montag in ihrem Jahresbericht zu den Außenfinanzierungsaussichten der Entwicklungs- und Schwellenländer mitteilte, wird das Wachstum der Entwicklungsländer in diesem Jahr nach 8,1 Prozent 2007 und 5,9 Prozent 2008 voraussichtlich nur noch 1,2 Prozent betragen. Der Bericht wurde im Rahmen einer entwicklungspolitischen Konferenz in Seoul veröffentlicht.

Ohne China und Indien sinkt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Entwicklungsländern der Prognose der Weltbank zufolge um 1,6 Prozent zurük. Die Folge sei, dass mehr Arbeitsplätze verloren gehen und mehr Menschen in die Armut geworfen würden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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