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Luftverkehrssteuer: Deutsche verzichten aufs Fliegen

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Viele Deutsche wollen künftig weniger fliegen

Leipzig - Die geplante Luftverkehrssteuer könnte für die Bundesregierung zum Eigentor werden. Laut einer neuesten Umfrage wollen viele Bürger die Abgabe nicht zahlen.

Von wegen Steuereinnahmequelle: Einer Emnid-Umfrage für das Flugbuchungsportal fluege.de zufolge zeigen sich viele Deutsche nicht bereit, die geplante Luftverkehrssteuer zum 1. Januar 2011 zu bezahlen - sie verzichten lieber auf Flugreisen. Die Bundesbürger würden nach dem Inkrafttreten der von der Bundesregierung geplanten Luftverkehrssteuer auf rund 6,6 Millionen Flugreisen aus Deutschland verzichten. Die geplante Abgabe soll pro Ticket zwischen 8 Euro und 45 Euro betragen.

Ausländische Flughäfen als Gewinner

11 Prozent der Befragten gaben an, künftig auf eine Flugreise verzichten zu wollen. Das würde nach einer Hochrechnung etwa zwei Millionen wegfallenden Flugreisen entsprechen. Zwei Prozent sagten, sie planten 2011 auf bis zu fünf Flüge zu verzichten. Dies wären über 1,9 Millionen Flugreisen weniger. Rund eine Million Flugreisen könnten 2011 wegfallen, weil die Deutschen vermehrt grenznahe ausländische Flughäfen nutzen wollen. Nutznießer könnten Maastricht, Basel, Zürich, Straßburg oder Salzburg werden. Das würde für die deutschen Fluggesellschaften und die rund 40 Flughäfen in den Bundesländern dramatische finanzielle Auswirkungen haben.

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