Verhandlung zu Diesel-Fahrverboten: Urteil wird vertagt

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Weniger Streiks in Deutschland - Tarifverhandlungen bleiben friedlich

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"Streik!"-Anstecker von Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Foto: Bernd Wüstneck

Köln/Frankfurt(dpa) - Nach dem intensiven Streikjahr 2015 haben sich die Wogen bei den Tarifverhandlungen in Deutschland wieder geglättet.

Die Gewerkschaften hätten sich bei den Arbeitskämpfen im ersten Halbjahr deutlich zurückhaltender gezeigt, berichtet das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) in einer Studie. Die Konfliktintensität - gemessen mit einem eigens entwickelten Punktesystem - sei im vergangenen Jahr fast dreimal heftiger gewesen als in den ersten sechs Monaten.

In der ersten Jahreshälfte gab es auch keine Großkonflikte und festgefahrenen Arbeitskämpfe von Spartengewerkschaften, wie der IW-Tarifexperte Hagen Lesch analysierte. Die positive Entwicklung werde sich auch im zweiten Halbjahr fortsetzen. Zuerst hatte die "Rheinische Post" (Freitag) über die IW-Studie berichtet.

Vor gut einem Monat hatte das gewerkschaftsnahe WSI-Tarifarchiv der Böckler-Stiftung die Schätzung abgegeben, dass 2016 nur rund ein Viertel der Streiktage des Vorjahres anfallen werden. 2015 waren rund zwei Millionen Streiktage gezählt worden. Dominiert wurde das Streikgeschehen im ersten Halbjahr 2016 durch die Warnstreikwellen im Öffentlichen Dienst sowie in der Metall- und Elektroindustrie.

Mitteilung des WSI

Studie IW Köln

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