O2 unter Druck

Wettbewerb macht Telefónica zu schaffen

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Telefónica Deutschland setzt auf das mobile Internet.

München - Im Mobilfunkgeschäft tobt ein harter Wettbewerb. Das bekommt auch die deutsche Telefónica-Tochter O2 zu spüren. Auch künftig bleibe das Umfeld herausfordernd, sagt Unternehmenschef René Schuster.

Der harte Preiskampf hat der deutschen Telefónica-Tochter O2 zum Start ins Jahr zu schaffen gemacht. Im Jahresvergleich schrumpften die Umsätze des viertgrößten deutschen Mobilfunkanbieters im ersten Quartal um 2,3 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro, wie Telefónica Deutschland am Freitag in München mitteilte.

Mit einem Zulauf an lukrativen Vertragskunden und weiteren Zuwächsen beim mobilen Internet konnte das Unternehmen aber die Rückgänge im Stammgeschäft weitgehend ausgleichen. Auch künftig bleibe das Umfeld herausfordernd, sagte Vorstandschef René Schuster. Telefónica Deutschland setze auf das mobile Internet.

Im ersten Quartal gab das operative Ergebnis vor Abschreibungen von 280 Millionen auf 278 Millionen Euro nach. Unter dem Strich schrieb Telefónica Deutschland einen Verlust von 13 Millionen Euro, nach 15 Millionen Euro Gewinn vor Jahresfrist. Das Unternehmen verwies auf Investitionen in den Ausbau des schnellen LTE-Netzes. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse legte um 4 Prozent auf 19,3 Millionen zu.

Handytelefonate werfen nichts mehr ab

Das klassische Mobilfunkgeschäft des Unternehmens schrumpfte weiter. Sowohl bei Vorauszahlern als auch bei den einträglicheren Vertragskunden sank der durchschnittliche Monatsumsatz pro Nutzer. Hiermit liegt die deutsche Telefónica-Tochter ganz im Trend.

Das einst hochprofitable Geschäft mit Handytelefonaten lohnt sich immer weniger. Dazu trägt in erster Linie der Preiskampf bei, der von E-Plus ausgeht. Die KPN-Tochter gehört neben Telefónica Deutschland zu den kleineren Netzbetreibern im Markt und fordert die Konkurrenz regelmäßig mit Niedrigpreisen heraus. Diese ziehen dann nach. Das Ergebnis sind niedrige Preise für Verbraucher und weniger Gewinn für Netzbetreiber, denen folglich das Geld für den Ausbau ihrer Infrastruktur fehlt. Großer Hoffnungsanker bleibt für die Telekomgesellschaften das Geschäft mit dem Datenstrom über das Smartphone.

dpa

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