Deutschland wird zur Niedriglohn-Gesellschaft

Leipzig - Deutschland befindet sich offenbar weiter auf dem Weg in eine Niedriglohn-Gesellschaft. Das geht aus einer bislang nicht veröffentlichten Studie hervor.

Nach bisher unveröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für 2010 arbeiten mittlerweile mehr als jede dritte Frau und nahezu jeder zweite Jugendliche unter 25 Jahre sowie unter Ausklammerung der Auszubildenden unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1802 Euro Monatseinkommen, wie die “Leipziger Volkszeitung“ (Samstagausgabe) berichtet.

In vergangenen Jahr verdienten danach 715.000 Jugendliche außerhalb der Ausbildung weniger als zwei Drittel des Durchschnittseinkommens. 2,56 Millionen Frauen lagen trotz Vollzeitjobs unterhalb der Niedriglohnschwelle. Der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die im Niedriglohnsektor arbeiten, liegt mittlerweile bei 22,8 Prozent.

dapd

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