"Kommt nicht infrage"

Spaenle erteilt Quelle-Plänen Absage

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Ludwig Spaenle

Nürnberg - In die Diskussion um die künftige Nutzung des früheren Quelle-Gebäudes in Nürnberg hat sich nun auch Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) eingeschaltet.

Aus Sicht des Wissenschaftsministeriums ist das ehemalige Quelle-Gebäude in Nürnberg nicht als universitärer Forschungsstandort geeignet. „Eine Nutzung des Quelle-Areals durch eine Hochschule kommt nicht infrage“, betonte Minister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch. Dieses „klare Ergebnis“ habe eine nähere Prüfung seines Hauses erbracht. Der Quelle-Komplex ist mit 250 000 Quadratmetern derzeit die größte leerstehende Immobilie Deutschlands nach dem Berliner Flughafen Tempelhof. Über die künftige Nutzung wird heftig diskutiert. Wenige Monate vor den Kommunalwahlen stehen sich dabei zwei Lager gegenüber: Die SPD mit ihrem Oberbürgermeister Ulrich Maly favorisiert ein Konzept, wonach der portugiesische Immobilienkonzern Sonae Sierra ein kleineres Einkaufszentrum errichtet und der Rest des denkmalgeschützten Gebäudes für Forschungseinrichtungen der beiden Hochschulen genutzt wird. Daneben könnten auch noch ein Hotel, Büros, Wohnungen und der von Musikfreunden seit langem geforderte neue Konzertsaal Platz finden.

Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Christian Vogel, reagierte am Mittwoch entsprechend „extrem verwundert und auch enttäuscht“ über die „handstreichartige Festlegung“ Spaenles. „Damit ist jetzt offenkundig, dass der Freistaat keine Hochschule auf dem Quelle-Gelände ansiedeln will.“

Die Nürnberger CSU, angeführt von Finanzminister Markus Söder, hatte sich bereits vor geraumer Zeit gegen die Sonae-Sierra-Pläne ausgesprochen. Sie favorisiert einen Teilabriss des Komplexes. Stattdessen soll eine kleine „Quelle-Stadt“ entstehen - mit Wohn- und Grünflächen, einem technischen Gymnasium und der einen oder anderen Forschungseinrichtung. Ein Einkaufszentrum sei dagegen überflüssig.

dpa

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