Worauf es bei Blumen aus dem Netz ankommt

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Worauf es bei Blumenbestellungen im Netz ankommt.

Am kommenden Sonntagmorgen wird es in Blumengeschäften wieder eng, denn an keinem anderen Datum des Jahres werden mehr Blumen verkauft als am Valentinstag.

Nach Zahlen der Dresdner Bank fließen Jahr für Jahr am 14. Februar um die 21 Millionen Euro in die Kassen deutscher Floristen. „An diesem Tag ist der Absatz im Durchschnitt zweieinhalb Mal so hoch wie an einem normalen Verkaufstag“, sagt Dresdner-Bank-Volkswirt Rolf Sandvoß. Und der Puls so mancher Last-Minute-Käufer dürfte ebenfalls zweieinhalb Mal so hoch sein wie an normalen Tagen. Abhilfe für bequeme Zeitgenossen bietet wie so oft das Internet.

Die beliebtesten Schnittblumen

Diese Schnittblumen kaufen die Deutschen am meisten. (Quelle: Zentralverband Gartenbau, Bonn, Stand 2010) © dpaa
Platz 10: Anthurien (ca. 2% Marktanteil) © dpa
Platz 9: Amaryllis (ca. 3% Marktanteil) © dpa
Platz 8: Orchidee (ca. 3% Marktanteil) © dpa
Platz 7: Sonnenblumen (ca. 3% Marktanteil) © dpa
Platz 6: Nelke (ca. 3% Marktanteil) © dpa
Platz 5: Lilie (ca. 5% Marktanteil) © dpa
Platz 4: Gerbera (ca. 7% Marktanteil) © dpa
Platz 3:  Chrysantheme (ca. 8% Marktanteil) © dpa
Platz 2: Tulpe (ca. 11% Marktanteil) © dpa
Platz 1: Rose (ca. 37% Marktanteil) © dpa

Das Prinzip

Die bundesweit tätigen Floristen-Ketten wie Fleurop oder Blume2000 haben das weltweite Datennetz längst als Vertriebskanal entdeckt und bieten den unkomplizierten Blumenversand auch online an. Bedarf am virtuellen Blumenkauf ist vorhanden: Im vergangenen Jahr wurde zum Muttertag jeder zehnte Blumenstrauß im Internet geordert. „Der Online-Blumenhandel hat sich etabliert“, sagt Heinz Paul Bonn, Vizepräsident des Internet-Branchenverbandes Bitkom. Die deutschen Blumenhändler erwirtschaften nach Zahlen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle der Agrarwirtschaft rund zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes mit Schnittblumen im Internet. Beim Blumenkauf im Internet treffen Verbraucher auf eine große Auswahl an Floristen: Mittlerweile tummeln sich über 100 Anbieter im Netz – vom Lebensmitteldiscounter über Drogeriemärkte bis hin zu Versandhäusern und traditionellen Floristen. Der wohl bekannteste Blumenversender ist Fleurop – der Floristenverbund schickt die Blumen nicht per Post, sondern lässt sie von Floristen in einem von über 9000 Fachgeschäften zusammenstellen und an die Haustür bringen.

Die schlimmsten Geschenke zum Valentinstag

Über diese Geschenke zum Valentinstag haben Frauen sich richtig geärgert. Die Damen erklären auch gleich was sie daran gestört hat: © dpa
Ein Plüschtier. Kommentar: "Einfallslos! Frauen, die älter sind als 12 Jahre, finden das in der Regel nicht mehr sooo prickelnd." © dpa
Zwei Tickets zu einem Fußballspiel des TSV 1860 München in der Allianz Arena. Eigentlich steht Schatzi auf Fußball, aber: © dpa
Kommentar: "Hallo? Er weiß ganz genau, dass ich Bayern-Fan bin! Bei aller Liebe: Das geht gar nicht" © dpa
Ein Parfüm. Sogar Chanel No. 5. Eigentlich auch nicht schlecht, aber: "Ich trage diese Marke gar nicht. Als ich ihn fragte, wie er auf dieses Geschenk kam, hat er mir erzählt, seine Ex habe den Duft immer getragen. Spinnt der?" © dpa
Ein Abnehm-Buch. Kommentar: "Subtiler hätte er mir nicht sagen können, dass ich zu dick bin, oder?" © dpa
Blumen von der Tankstelle. Kommentar: "Das kam so rüber: Hoppla, es ist ja Valentinstag. Na, da habe ich ja gerade noch daran gedacht. Bevor ich gar nichts mehr finde, kaufe ich noch schnell-schnell ein paar mickrige Blumen." © dpa
"Aber Männer: Wir erkennen Blumen von der Tanke ziemlich leicht an der Zellophan-Folie und am Etikett." © dpa
Ein Zeitschriften-Abo. Kommentar: "Ich lese ja gerne Klatsch-Hefte. Aber ist ihm wirklich nichts romantischeres eingefallen?" © dpa
Reizwäsche. Ebenfalls im Prinzip eine gute Idee. Aber man sollte seine Partnerin schon kennen. Denn: © dpa
"Die Wäsche hatte überhaupt nicht meine Größe und war viel zu klein. Da hätte er sich vorher schon mal Gedanken machen können. So konnte ich nichts damit anfangen. Tja, da hat er einen schönen Abend verschenkt!" © dpa
Dessous können ebenfalls zum Problem werden, wenn die Partnerin etwas kräftiger gebaut ist (wie Gossip-Sängerin Beth Ditto). Und wenn die geschenkte Wäsche zu klein ausfällt. Kommentar: "Da ist mir erst bewusst geworden, wie fett ich bin."  © dpa
Ein Sex-Ratgeber. Kommentar: "Aha? Bin ich ihm im Bett nicht gut genug? Muss ich vielleicht noch was lernen?" © dpa
Ein Porno. Kommentar: "Hallo? Am Valentinstag geht es doch um Liebe, nicht um Sex. Und den Film fand ich einfach nur billig." © dpa
Ein Handy. Kommentar: "Etwas unromantischeres hätte er sich nicht ausdenken können?" © dpa
Ein Staubsauger. Kommentar: "Bin ich für ihn nur eine Putzfrau? Und liebe Männer: Haushaltsgeräte brauchen wir zum Valentinstag wirklich nicht." © dpa
Hygiene-Artikel wie Duschgel. Kommentar: "Stinke ich etwa?" © dpa
Schokolade. Kommentar: "Ich hungere mich der Bikini-Figur entgegen und der Trottel schenkt mir Süßigkeiten." © dpa
Ein Kicker. Kommentar: "Ganz schön peinlich. Ich habe sofort gemerkt, dass er beim Einkaufen nur an sich gedacht hat."  © dpa
Eine Einparkhilfe. Kommentar: "Frechheit!" © dpa
Ein Abo fürs Fitnessstudio. Kommentar: "Passt ihm meine Figur nicht?" © dpa
Eine Navgations-Gerät fürs Auto. Kommentar: "Danke! Jetzt weiß ich auch, dass ich eine schlechte Autofahrerin bin."  © dpa
Ein Gutschein fürs Pornokino. Kommentar: "Einfach widerlich!" © dpa

Die Bestellung

Die Blumenläden locken im Internet mit einer Bestellroutine, die einfacher nicht sein könnte: Auf großen Fotos lassen sich die verschiedenen Blumenkreationen begutachten. Zusatzgeschenke wie eine Mini-Sektflasche „Ich liebe dich“ oder Pralinen für 4,95 Euro (Blume2000) oder ein Teddy für 6,50 Euro (Fleurop) können der Bestellung hinzugefügt werden. Sind Blumenstrauß und Zusatzgeschenk ausgewählt, kann der Kunde bei Blume2000 für einen weiteren Aufpreis von 2,49 Euro eine Grußkarte auswählen und diese mit einem höchstens 480 Zeichen langen Gruß versehen.

Die Kosten

Verbraucher sollten allerdings bei den Kosten genau hinsehen: Fleurop wirbt auf seiner Startseite mit günstigen Preisen, der bunte „Wolke Sieben“-Strauß soll beispielsweise 29 Euro kosten. Wer auf „Bestellen“ klickt, wundert sich jedoch: 29 Euro ist der Preis für einen kleinen Strauß. Wer einen größeren wünscht, muss acht Euro drauflegen. Hinzu kommt bei Fleurop eine Servicepauschale von vier Euro. Kurzentschlossene, die Lieferung am selben Tag verlangen, zahlen nochmal 2,50 Euro drauf. Während sich bei Fleurop die Blumenhändler am Ort um die Bestellung kümmern, schickt Blume2000 die bunten Grüße per DHL und berechnet 4,95 Euro zusätzlich für die Versandkosten. Die Expresslieferung – bestellt bis 19 Uhr, geliefert am Folgetag bis 12 Uhr – kostet 9,95 Euro.

Die Qualität

Weil Blumenbesteller bei der Bestellung über das Internet nicht die Qualität der Blumen begutachten können, geben die meisten Blumenversender im Netz eigene Qualitätsgarantien: Blume2000 verspricht, dass die Sträuße bei richtiger Pflege mindestens eine Woche halten. Macht die Blume früher schlapp, erhalten Verbraucher eine kostenlose Ersatzlieferung oder ihr Geld zurück. Dasselbe gilt bei Fleurop: Sieben Tage Blumenfreude sind garantiert, ansonsten gibt es „Naturalersatz“. Allerdings: „Generell haben Verbraucher kein Widerrufsrecht bei Waren, die extra für den Kunden angefertigt werden oder die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet sind“, sagt Barbara Steinhövel von der Verbraucherzentrale. Das Widerrufsrecht gilt also nicht für Schnittblumen. Ist der Strauß nicht frisch oder zu klein, können Verbraucher jedoch reklamieren – am besten mit Foto.

Die Lieferung

Damit die Blumenbestellung nicht in einem Rosenkrieg endet, sollte man einiges beachten: Wenn die Onlinehändler nicht mit lokalen Floristen zusammenarbeiten, kommen die Blumen mit der Post. Eine Gewähr für termingerechte Lieferung besteht nicht. Und wenn der Beschenkte außer Haus ist, muss er sich den Strauß bei der Post oder einem Nachbarn abholen. Wichtig ist auch der Termin: Wenn der Blumengruß am Montag ankommen soll , muss die Bestellung am Samstag aufgegeben werden, möglichst am frühen Vormittag.

Von Sebastian Wieschowski

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