Mit 750 Millionen Euro Volumen

Zalando kündigt Börsengang für 2014 an

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Zahlreiche Zalando-Kartons sind im Rahmen des Presseseminars "Zalando Insights Day" in Berlin zu sehen.

Frankfurt am Main - Es wird einer der spannendsten Börsengänge in Deutschland: Der Online-Modehändler Zalando hat angekündigt, noch in diesem Jahr an die Börse gehen zu wollen.

Zunächst hatte das "Handelsblatt" berichtet, der Online-Händler Zalando würde seinen Börsengang bereits an diesem Mittwoch ankündigen. Der Modeversender wolle das Zeitfenster nutzen, das sich durch die voraussichtliche Verschiebung des New Yorker Börsengangs der chinesischen Handelsplattform Alibaba ergeben habe, berichtete die Zeitung (Mittwoch) unter Berufung auf Finanzkreise.

Wenig später teilte Zalando offiziell mit, dass der Börsengang "abhängig vom Börsenumfeld" noch im zweiten Halbjahr 2014 stattfinden soll. Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest. „Geplant ist die Ausgabe von neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung.“ Die bestehenden Zalando-Eigner behielten ihre Anteile, heißt es weiter. Nach dem Börsengang sollen zehn bis elf Prozent des Zalando-Kapitals an der Börse platziert sein.

Zalando: "Gang an die Börse ist der nächste logische Schritt"

Zalando schreibt nach Anlaufverlusten inzwischen zumindest operativ schwarze Zahlen. „Das Erreichen der Gewinnschwelle im ersten Halbjahr 2014 ist ein wichtiger Meilenstein“, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter laut Mitteilung. „Der Gang an die Börse ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung von Zalando.“

Die Verhandlungen über die Höhe des Emissionsvolumens hätten bis in die Abendstunden angedauert, schrieb das „Handelsblatt“ weiter. Finanzkreisen zufolge könne es bis zu 750 Millionen Euro betragen. Nach bisherigen Informationen könnte beim Börsengang eine Gesamtbewertung von bis zu fünf Milliarden Euro angestrebt werden.

Beim Börsengang handele es sich um eine reine Kapitalerhöhung

Die Haupteigentümer von Zalando sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik mit knapp 37 Prozent und die Internetinvestoren Marc, Oliver und Alexander Samwer mit 17 Prozent. Sie wollen nach bisherigen Berichten weiter an Bord bleiben. Bei dem Börsengang handele es sich um eine reine Kapitalerhöhung, berichteten Insider dem „Handelsblatt“.

Zalando schreibt nach Anlaufverlusten inzwischen zumindest operativ schwarze Zahlen. Im zweiten Quartal gab es vor Zinsen, Steuern und Ausgaben für Mitarbeiteraktien einen Gewinn von 35 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte Zalando auf dieser Basis noch 31 Millionen Euro verloren. Auch ohne Abzug der anteilsbasierten Vergütung sei die Marge noch positiv gewesen, betonte das Unternehmen.

Zalando hatte zuletzt 13,7 Millionen Kunden

In Deutschland, Österreich und der Schweiz macht Zalando mit 60 Prozent den Großteil des Geschäfts. In der deutschsprachigen Region ist das Unternehmen auch deutlich profitabler mit einer bereinigten operativen Marge von 4,6 Prozent. Zalando hatte mit kostenlosen Retouren und einer einprägsamen Werbekampagne schnell Marktanteile gewonnen. Zuletzt gab es 13,7 Millionen Kunden.

Alibaba will nun laut Medienberichten voraussichtlich kommende Woche Details zum anstehenden Börsengang bekanntgeben. Zuvor war das für diese Woche erwartet worden. Demnach soll die Aktie zum 19. September erstmals in New York gehandelt werden. Mit einem kolportierten Volumen von über 20 Milliarden Dollar könnte es der bisher größte Börsengang werden.

dpa/AFP

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