Dürfte alle Kunden freuen

Zalando plant riesigen Ausbau: Online-Riese will Sortiment drastisch erweitern

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Zalando.

Schock für Kunden von Zalando: Der Online-Händler schafft eine wichtige Sache ab, mit der er einst bekannt wurde und die viele Besteller so schätzten.

Update 10.12.2018, 9.27 Uhr: Der Online-Modehändler Zalando erwägt den Ausbau seines Sortiments um Heimtextilien wie Bettwäsche oder Decken.

„Potenzial sehen wir beispielsweise noch im Bereich Heimtextilien und Heimausstattung, auch wenn wir noch keine konkreten Pläne dazu ausgearbeitet haben“, sagte Mitgründer und Vorstandsmitglied David Schneider der „Welt“ (Montag).

Generell schaue sich Zalando nicht nur neue Märkte oder Produktkategorien an, vielmehr solle das Plattform-Geschäft mit anderen Händlern ausgeweitet werden. „Zum Beispiel klassisch über unser Partnerprogramm, oder indem wir unsere Logistik-Infrastruktur für noch mehr Markenpartner öffnen“, erklärte Schneider.

Die Ursprungsmeldung vom 26.11.2018: Zalando schafft ab, was es bisher immer ausgemacht hatte

Berlin - Auf der Startseite der Website des deutschen Zalando steht es noch groß geschrieben: „Bestelle einfach und bequem nach Hause - mit unserem kostenlosen Versand & Rückversand.“ Mit dieser Strategie wurde Zalando bei den Kunden bekannt und beliebt: günstige Kleidung bestellen und bei Bedarf einfach wieder kostenlos zurückschicken, wenn sie nicht passt oder nicht gefällt. Wie lange das in Deutschland weiter möglich sein wird, ist unklar. 

Denn: Das Berliner Unternehmen wird sich in Italien von dieser Strategie verabschieden. Bei einem Bestellwert unter 25 Euro soll eine Porto-Pauschale von 3,50 Euro anfallen, wie das „Handelsblatt“ berichtet. 

Für Zalando-Kunden ist es ein Schock - der Händler schafft im ersten Land ab, was ihn immer ausgemacht hatte: die Versandkostenfreiheit! Und weitere könnten folgen.

Zalando reagiert mit Versandkosten auf italienisches Einkaufsverhalten

Auf Nachfrage von neuhandeln.de wurde die Einführung von Versandkosten für Italien inzwischen von Zalando bestätigt. Der Online-Händler reagiere mit der neuen Porto-Strategie auf das Einkaufsverhalten von italienischen Kunden, die oft nur einen Artikel pro Auftrag bestellen würden. Dieses Verhalten sei ein Sonderfall und ein Porto in den 15 weiteren Zalando-Märkten in Europa daher nicht geplant.

Wie das „Handelsblatt“ aber weiter ausführt, wären Versandkosten in den anderen europäischen Ländern künftig nicht unrealistisch. Der Gewinn des Versandunternehmens rutschte von einem leichten Plus von 0,4 Millionen Euro im Vorjahr auf ein großes Minus von rund 39 Millionen Euro in diesem Jahr. Die roten Zahlen mit dem sehr heißen Sommer zu begründen, sei nicht ausreichend.

Zalando-Kunden kaufen nur ein einziges Produkt 

Rund 60 Prozent aller Bestellungen werden inzwischen mobil abgegeben, also über Handy oder Tablet. Bei diesen Bestellungen werden meist nur wenige und vor allem günstige Produkte ausgesucht. Grund dafür ist die Zielgruppe: Mobil bestellen hauptsächlich jüngere Kunden, die gerne günstig shoppen. In Italien war dieses Einkaufsverhalten besonders auffällig. Deshalb zahlen Kunden bei geringen Einkäufen dort ab jetzt für den Versand. 

Zalando könnte sich mit der Einführung der Versandkosten auch einen Push für das Angebot „Zalando Plus“ erhoffen. Damit erhalten Kunden eine kostenlose Premium-Lieferung - und das auch in Italien. 

Ob Zalando mit dieser neuen Strategie seine Probleme lösen kann, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber, dass viele Kunden bei einer Porto-Pauschale zweimal nachdenken werden, ob sie überhaupt bestellen. 

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Dürfte alle Kunden freuen: Zalando erwägt den Ausbau seines Sortiments

soph

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