Wirtschaftskrise trifft Sony hart

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Lange Gesicher bei dem japanischen Elektronikkonzern Sony: Zum ersten Mal seit 14 Jahren ist das Unternehmen in die roten Zahlen gerutscht. 

Tokio - Der japanische Elektronikkonzern Sony ist infolge der Wirtschaftskrise zum ersten Mal seit 14 Jahren in die roten Zahlen gerutscht.

Das Unternehmen meldete am Donnerstag einen Verlust für das abgeschlossene Geschäftsjahr einschließlich März von 98,9 Milliarden Yen (760 Millionen Euro), der Absatz brach um 12,9 Prozent ein. Damit blieb das Unternehmen aber unter einer Warnung, die einen Verlust bis zu 150 Milliarden Yen (1,1 Milliarden Euro) prognostiziert hatte. Im Vorjahr betrug der Gewinn noch 379 Milliarden Yen (2,8 Milliarden Euro).

Für das laufende Geschäftsjahr ist Sony angesichts der anhaltenden Rezession pessimistisch und rechnet bis März 2010 mit einem Verlust von 120 Milliarden Yen (920 Millionen Euro). Vor allem das erste Quartal verhagelte Sony die Bilanz: Von Januar bis März verlor das Unternehmen wegen des starken Yens und der einbrechenden Nachfrage 165 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro).

Drei Produktionsstätten in Japan sollen nun geschlossen werden. An dem Ziel, von 185.000 Arbeitsplätzen im Unternehmen 8.000 abzubauen, werde festgehalten, erklärte Sony. Rund 8.000 Mitarbeiter mit Zeitverträgen sollen ebenfalls entlassen werden.

ap

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