Ex HGAA-Chef Kulterer

Zustand der Hypo Alpe Adria war "Katastrophe"

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Der ehemalige Chef der österreichischen Hypo Alpe Adria, Wolfgang Kulterer, sagt am Montag als Zeuge in München aus.

München - Die österreichische Bank Hypo Alpe Adria war nach Einschätzung ihres früheren Vorstandschefs Wolfgang Kulterer vor der Übernahme durch die BayernLB in einem verheerenden Zustand.

„Gelinde gesagt eine Katastrophe“, sagte Kulterer am Montag als Zeuge im Strafprozess gegen die ehemaligen Vorstände der BayernLB vor dem Landgericht München über die Lage der HGAA im Jahr 2006. Dies habe auch der damalige BayernLB-Chef Werner Schmidt gewusst und deshalb bei einem Treffen im Jahr 2006 kein Interesse an der HGAA gezeigt. „Die HGAA ist uns zu schlecht“, habe Schmidt gesagt und abgewunken.

Desaster für BayernLB

Nachdem die Übernahme einer anderen Bank aber scheiterte, griff die BayernLB im Jahr darauf trotzdem zu und kaufte die Mehrheit an der HGAA für rund 1,6 Milliarden Euro, was in einem Desaster für die Landesbank endete. Schmidt und fünf weitere Ex-Vorstände müssen sich deshalb wegen Untreue vor Gericht verantworten, hatten die Vorwürfe aber zurückgewiesen. Kulterer war in Österreich wegen verschiedener Delikte im Zusammengang mit der HGAA zu einer Haftstrafe von mehreren Jahren verurteilt worden, die er demnächst antreten muss.

dpa

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