Expansion geht weiter 

Mere: „Russen-Aldi“ will zweite Filiale eröffnen - neue Details bekannt 

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Die erste deutsche Mere Filiale in Leipzig ist bei Verbrauchern sehr beliebt. 

Viele Verbraucher sind bereits Fans des „Russen-Aldis“ Mere. Jetzt gibt es Neuigkeiten zur zweiten Filiale, die in Zwickau eröffnet werden soll. 

Update vom 18. März: In Leipzig sorgte die erste Filiale des „Russen-Aldi“ für großes Aufsehen. Nun expandiert das Unternehmen in Sachsen: In Zwickau soll ein weiterer Laden eröffnet werden. Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (40, CDU) bestätigte gegenüber TAG24, dass der Discounter "Mere" im Planitz-Center in Zwickau die zweite Filiale in Deutschland eröffnen wird. Ein Starttermin sei allerdings noch nicht bekannt, die Eröffnung werde aber nicht vor April erfolgen, da in den Räumen noch Umbauarbeiten nötig seien.

Mere: Nach Leipzig und Zwickau - Gerüchte um dritte Filiale des „Russen-Aldi“

Update vom 5. März: Ende Januar eröffnete der „Russen-Aldi“ Mere in Leipzig. Der Andrang dort war enorm groß. Im April soll eine weitere Filiale in Zwickau entstehen. Nun gibt es Gerüchte um einen dritten Standort. Wie „TAG24“ berichtet, soll in Chemnitz ein weiterer Mere-Supermarkt entstehen. 

Lidl-Boss über „Russen-Aldi“ Mere: „Wir können nicht erkennen, dass ...“

Update vom 1. März 2019, 10.45 Uhr: Klaus Gehrig, der als Chef der Schwarz-Gruppe die Hoheit über Lidl und Kaufland innehat, sieht Mere nicht als echte Konkurrenz seiner Läden. „Wir können nicht erkennen, dass er uns Umsatz gekostet hat“, sagte der 70-Jährige laut stimme.de bei einem Auftritt an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn über den Discounter aus Russland: „Wir müssen ihn beobachten. Aber momentan sieht das nicht nach etwas Langlebigem aus.“

Vielmehr vergleicht er seine Lidl-Filialen am liebsten mit Aldi: „Wir brauchen Aldi. Wenn es Aldi nicht gäbe, wäre auch Lidl eingeschlafen.“ Gehrig gesteht: „Ich hatte schon Sorgen, als auch Aldi (Süd, d. Red.) in das Geschäft mit Markenartikeln eingestiegen ist.“ Doch habe es in der Folge weder beim Umsatz noch beim Ergebnis von Lidl nennenswerte Rückgänge gegeben.

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Zweite Mere-Filiale soll noch in diesem Jahr in Zwickau eröffnen

Update vom 25. Februar 2019, 10.56 Uhr: Die deutschlandweit erste Filiale des „Russen-Aldis“ Mere in Leipzig ist auch einen Monat nach ihrer Eröffnung immer noch sehr gut besucht. Nun wird wohl ein weiterer Mere-Markt in Deutschland eröffnen. Die zweite Filiale des russischen Discounters soll noch in diesem Jahr in Zwickau entstehen, berichtet Spiegel Online. Auf seiner Website sucht das Unternehmen derzeit nach einem Filialleiter. 

Drastische Änderung bei Supermarktkette Real: Edeka sieht sie skeptisch

Einzelhandelsexperten glauben trotz des gelungenen Starts in Leipzig jedoch nicht an den langfristigen Erfolg der russischen Discounterkette. 100 Märkte hat der Konzern in Deutschland angekündigt. „Das kann sich wirtschaftlich nicht rechnen“, sagte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU gegenüber Spiegel Online. Denn um tatsächlich lukrative Verträge mit den Lieferanten abzuschließen, bräuchte der Discounter weitaus mehr Filialen. Erst dann sei es realistisch, Gewinne zu erzielen, erklärt Fassnacht. 

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Branchenexperten vermuten, Mere wird es ähnlich ergehen wie Wal-Mart

Die großen deutschen Discounter wie Aldi, Lidl, Penny, Netto und Norma kommen bundesweit auf mehr als 15.000 Filialen. In den vergangenen Jahren hat sich der deutsche Lebensmitteleinzelhandel deutlich konsolidiert und der Kampf um günstige Einkaufspreise wird bei den Markenherstellern erbittert geführt. Deshalb vermuten Branchenexperten, dass es dem „Russen-Aldi“ Mere ähnlich ergehen wird wie dem US-Riesen Wal-Mart, berichtet Spiegel Online. Nachdem die Deutschland-Expansion des amerikanischen Discounters 2006 scheiterte, übernahm die Metro-Gruppe alle 85 Filialen.  

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„Russen-Aldi“ Mere gegen „echten“ Aldi: WDR-Sendung deckt riesigen Preisunterschied auf

Update vom 21. Februar 2019: Während sich Aldi mit einem Imagewandel darum bemüht, die Filialen nach dem Vorbild edler Supermärkte zu gestalten, achtet der russische Ableger Mere nicht auf Ästhetik im Verkaufsraum. In der deutschlandweit ersten Filiale in Leipzig werden Waren direkt von den Paletten verkauft. Dafür gibt es aber riesige Produktmengen, große Portionen und unfassbar niedrige Preise  - doch ist der russische Discounter auch wirklich billiger als Aldi?

Diese Frage hat das wdr-Magazin „Markt“ beantwortet. Anhand von zehn Produkten wurde getestet, welcher Discounter beim Preisvergleich die Nase vorne hat. Das Ergebnis: Im Durchschnitt sind die Artikel bei Mere um 35 Prozent billiger als bei Aldi. 

Milch und Kaffee aber auch viele andere Produkte sind bei Mere günstiger als bei Aldi. 

Eine Umfrage des wdr-Magazins in Nordrhein-Westfalen zeigte außerdem: Obwohl die meisten Mere-Produkte aus Osteuropa kommen und deshalb in Deutschland weitgehend unbekannt sind, würden viele Verbraucher die Lebensmittel des russischen Discounters wegen des niedrigen Preises testen. Das dürfte Aldi vermutlich unter Druck setzen.

„Russen-Aldi“ Mere: Dieses eine Produkt sollten Sie auf keinen Fall essen

Update vom 20. Februar 2019: Mettwürste, Truthahn-Salami und Gewürzbraten werden beim „Russen-Discounter“ Mere zu Tiefpreisen angeboten. Doch wie steht es um die Qualität der günstigen Fleischwaren? Um das herauszufinden, wurden die drei Produkte kürzlich von einem unabhängigen Labor für Lebensmittelhygiene getestet. Das Ergebnis ist einem Bericht zufolge zum Teil schockierend.

Doch die gute Nachricht vorweg: Zumindest die Salami und der Gewürzbraten schnitten bei der Untersuchung gut ab, berichtet Bild. Nur die Mettwurst gebe Grund zur Sorge: Zwar zeige sie bei der mikrobiologischen, chemischen und histologischen Untersuchung ebenfalls keine Auffälligkeiten, doch Geschmacks- und Geruchsproben hätten ergeben, dass die Mettwurst nicht zum Verzehr geeignet sei. Laut Etikett sei sie aber noch zwei Wochen haltbar gewesen.

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„Russen-Aldi“ Mere: Getestete Mettwurst roch alt und ranzig

„Bei der sensorischen Untersuchung der Probe wurden Abweichungen im Geruch (alt, ranzig) sowie im Geschmack (alt) festgestellt, heißt es weiter. Die Probe ist aufgrund der sensorischen Abweichungen verdorben und somit nach der EU-Verordnung zur Lebensmittelsicherheit VO 178/2002 Artikel 14 (1), (2)b, (5) nicht sicher. Das Lebensmittel ist daher nicht verkehrsfähig!“, heißt es im Untersuchungsbericht. Bei solchen Worten dürfte wohl auch dem größten Wurst-Fan der Appetit vergehen. Konkret soll der in der Wurst verarbeitete Speck schlecht gewesen sein. Ob die getestete Mettwurst ein Ausnahmefall war, ist unklar, denn der Discounter äußerte sich bisher auf Bild-Nachfrage nicht zu dem Testergebnis. Allerdings sollen die Mettwürste bei Mere nun nicht mehr im Sortiment sein. 

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„Russen-Aldi“ Mere: Sprecherin warnt vor drastischen Folgen

Update vom 8. Februar 2019: Schon nach fünf Tagen ging dem „Russen-Aldi“ Mere in Leipzig die Ware aus. Seit Mittwoch ist der Discounter, der zur deutschen Tochter „TS Markt“ des Russen-Discounters „Torgservis“ gehört, wieder geöffnet. Fragt sich nur, wie lange es diesmal dauert, bis er wieder zu Engpässen kommt. Stand Freitag bekommen die Kunden dort noch Waren. „Momentan läuft alles gut“, sagt eine TS-Markt-Sprecherin, die namentlich nicht genannt werden will, der Bild-Zeitung.

Allerdings betont die Sprecherin des „Russen-Aldi“ auch: „Wir können nicht ausschließen, dass es erneut zu Lieferschwierigkeiten kommt.“ Sie nennt auch einen Grund, warum die Kunden vor leeren Reaglen standen:  „Wir hatten einfach nicht mit solch enormen Andrang gerechnet. Viele Waren waren ausverkauft.“

Was die Sprecherin des „Russen-Aldi“ nicht verrät: Welche Waren nicht zügig nachgeliefert werden konnten. Die Bild-Zeitung will allerdings erfahren haben, dass vor allem Tiefkühlfleisch und Wurstwaren ausverkauft waren. Auch am Mittwoch soll es beim Discounter Mere weder Salami noch Mettenden gegeben haben.

Video: Russen-Aldi „Mere“ kämpft mit Lieferengpässen

Update vom 4. Februar 2019, 15.44 Uhr: Irre Wendung beim „Russen-Aldi“ Mere in Leipzig. Wenige Tage nach der Eröffnung muss der Discounter bereits wieder schließen. Der Grund sind offenbar Lieferschwierigkeiten. Am 6. Februar will Mere ab 9.00 Uhr wieder für seine Kunden da sein.

Update vom 28. Januar 2019: An diesem Dienstag (29. Januar) soll die erste Filiale des russischen Discounters Torgservis in Leipzig eröffnen - ausgerechnet in einer alten Aldi-Filiale am nördliche Rand der Messestadt. Erstmals versucht ein russischer Discounter auf den deutschen Einzelhandel Fuß zu fassen.

Beim Blick durch die Fensterscheibe auf die knapp 1000 Quadratmeter große Verkaufsfläche wird die puristische Einrichtung des Marktes deutlich. Hier werden Obst und Gemüse nicht unter schmeichelndem Licht angeboten. Der Kunde greift die Ware direkt von der Palette ab. Auch die Einkaufswagen sind gebraucht. Günstig soll es eben sein. „Wir arbeiten nach dem Motto „Jeden Tag nur Tiefstpreise“ heißt es auf der Internetseite der deutschen Tochter von Torgservis, TS-Markt. Lebensmittel machen demnach 70 Prozent des Sortiments aus. Der Rest ist Tierbedarf Haushaltswaren, Drogerieartikel und Bekleidung.

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„Mere“ macht Aldi und Lidl Konkurrenz - aber es gibt Probleme beim „Russen-Aldi“

Update vom 14. Januar: Eine Mutter kauft eine Kinderhose bei Lidl. Als die das Produkt genauer ansieht, dürfte sie ziemlich erstaunt gewesen sein. Und auch bei Aldi gibt es Ärger wegen eines Produktes.

Update vom 28. Dezember: Ein Billig-Discounter, der die Preise von Lidl und Aldi sogar noch unterbietet und den beiden deutschen Aushängeschildern auf dem Markt gefährlich werden könnte. Diese Beschreibung trifft auf die russische Billig-Kette „Mere“ zu, deren erste deutsche Filiale kürzlich eröffnet werden sollte.

Schnäppchenjäger müssen aber wohl noch etwas länger auf die Eröffnung des ersten „Mere“-Supermarkts in Deutschland warten, da der Discounter mit Lieferanten-Problemen zu kämpfen hat (Siehe Update am 17. Dezember), und auch sonst läuft es alles andere als rund bei der Billig-Kette.

Der Super-Billig-Discounter hat noch keinen Namen

Wie chip.de auch unter Berufung auf die Lebensmittel-Zeitung berichtet, hat das russische Unternehmen mit namenrechtlichen Problemen zu kämpfen. Ursprünglich sollte der deutsche Ableger des russischen Unternehmens „Torgservis“ auf den Namen „Centwelt“ hören, um die Kampf-Preise des Discounters auch im Namen noch einmal zu betonen. Dagegen wehrte sich jedoch die Firma „Centi“, ein Großhändler für Haushalts- und Gartengeräte, die bereits eine Kette mit dem Namen „Centiwelt“ betreibt.

So wechselte die Mutterfirma auf den Namen „Mere“, unter dem man schon in Rumänien mehrere Filialen eröffnet hatte. Doch auch mit diesem Namen gibt es Probleme. Die „Mera Tiernahrung GmbH“ legte wegen der klanglichen Ähnlichkeit Beschwerde beim EU-Markenamt ein. 

Es bleibt also abzuwarten, unter welchem Namen der Mega-Billig-Discounter Anfang 2019 an den Start gehen wird. Ein neuer Termin für die Eröffnung der ersten Filiale in Leipzig steht jedenfalls: Statt wie ursprünglich geplant am 17. Dezember soll diese nun laut Mitteldeutscher Zeitung am 29. Januar eröffnen. Das erklärt Gernot Falk, Verantwortlicher für das Asset- und Centermanagement der auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierten ILG Gruppe (München).

Verwirrung um den Namen eines Discounters ist allerdings nicht ganz ungewöhnlich. Zum Beispiel hat auch Aldi in Österreich einen anderen Namen.

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Wann kommt Discounter „Mere“ nach Deutschland? Neuer Termin angekündigt

Update vom 17. Dezember: Am Montag sollte es eigentlich soweit sein - eine erste Filiale des russischen Billig-Discounters „Mere“ sollte in Leipzig eröffnen und mit Dumping-Preisen den Platzhirschen Aldi und Lidl Konkurrenz machen. Doch daraus wurde nichts: Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, wurde der Start der Discounter-Kette aus Russland verschoben. Neuer Termin für den Deutschland-Start sei nun frühestens Ende Januar, heißt es. 

Die Begründung für den Verzug: Die Ware, die im Leipziger Einkaufszentrum „Treff Portitz“ verkauft werden soll, hänge noch in Sibirien fest. Außerdem fehle es an Mitarbeitern: Mehrere Verkäufer-Stellen seien noch unbesetzt. 

„Mere“ tritt gegen Aldi und Lidl an - So übel sehen die Filialen aus

Update vom 2. Dezember: „Mere“ - merken Sie sich diesen Namen gut! Schon bald könnten Sie nämlich dort besonders günstig Käse, Milch, Wurst und Obst einkaufen. Der Billig-Discounter aus Russland will den Marktführern Aldi und Lidl Konkurrenz machen. Das russische Unternehmen „Torgservis“, das hinter der Marke steckt, expandiert. Es hat zuletzt in Polen und Rumänien Filialen eröffnet. Nun hat es Deutschland ins Visier genommen.

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Wie knallhart „Mere“ in den Markt drängen könnte, zeigt ein Blick nach Rumänien. Dort unterbot der Billig-Discounter marktübliche Preise für Kaffee, Wurst oder Nudeln um bis zu 20 Prozent. Lidl und Penny waren plötzlich nicht mehr günstig, sondern deutlich teurer!

Das Billig-Image sieht man jedoch auch in der Gestaltung der Filialen. Wie chip.de berichtet, liegt die Ware auf Paletten und Pappkartons, Regale gibt es nicht. Die Filialen würden an „riesige Lagerhallen“ erinnern, schreibt chip.de.

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Video: Discounter „Mere“ bald auch in Deutschland?

Kunden scheinen aber kein Konsumvergnügen zu suchen, sondern nur eines zu erwarten: Angebote! Dementsprechend auch der Slogan des Unternehmens: "Low Cost. Every Day" - „Niedrige Preise. Jeden Tag“. Die Fotos, die in einer rumänischen Mere-Filiale aufgenommen wurden, dürften manche Kunden schockieren. Mit dem in Deutschland gewohnten „Einkaufserlebnis“ auch von den Discountern, die immer schicker werden, hat das wenig zu tun.

Discounter „Mere“ plant erste Filiale in Leipzig

Die Deutschland-Offensive soll im Dezember in Leipzig starten. Dort hat man sich in das Einkaufszentrum „Portitz-Treff“ eingemietet. Diese 800 Quadratmeter sollen nur der Anfang sein. Mittelfristig sollen 100 Filialen in Deutschland eröffnen, inbesondere in Norddeutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Berlin. 

Aldi Lidl, Penny und Co. kriegen russischen Konkurrenten

Erstmeldung vom 14. November: München - Das Discountergeschäft in Deutschland boomt: Geschäfte wie Aldi, Lidl, Penny oder Netto verzeichnen rund 43 Prozent des Umsatzes im deutschen Lebensmitteleinzelhandel für sich. Ganz besonders erfolgreich sind hier die Filialen von Lidl und Aldi: rund 80 Prozent der Verbraucher kaufen bei einem der beiden Supermärkte ein.

Den Konzernen geht es mittlerweile sogar so gut, dass beide verschiedene Großprojekte starten: Die Schwarz-Gruppe, der Lidl-Mutterkonzern, mischt nun aktiv in der deutschen Abfallwirtschaft mit und Aldi bietet seinen Kunden sogar direkt am Parkplatz eine Tankstelle. An dieser Vormachtstellung können nicht einmal immer wiederkehrende Rückrufaktionen der Supermärkte rütteln. Doch nun scheint ein neuer Konkurrent den deutschen Billigmarkt aufzumischen: Die russische Discounterkette Torgservis. Ihre Tochter TS Markt GmbH soll jetzt in Deutschland neue Standorte suchen.

Aldi/Lidl-Konkurrent: „Mere“ will zuerst nach Ostdeutschland

Mehr als 100 Standorte sucht der russische Supermarkt gerade in Deutschland, so die „Lebensmittelzeitung“. Besonders interessant seien neue Filialen in Ostdeutschland, aktuell suche die TS Markt GmbH in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg nach Betriebsflächen.

Der Grund für die Fokussierung auf ostdeutsche Gebiete sei die angestrebte Zielgruppe: Vor allem Immigranten und osteuropäische Staatsbürger sollten von dem Warenangebot überzeugt werden, heißt es.

Woher das Geld für eine solche Expansion stammt? Der Discounter Torgservis ist laut epochtimes.de in Russland wahnsinnig erfolgreich. Das 2009 gegründete Unternehmen habe in den letzten vier Jahren die Zahl der Filialen verfünffachen können, der Außenumsatz habe sich in der gleichen Zeitspanne auf 1,3 Milliarden Euro verdreifacht. „Außerdem verfolgt die Kette ein Franchise-Modell, wodurch jede Filiale eine eigene Rechtspersönlichkeit darstellt“, so die Zeitung weiter.

So wäre es 2017 für den Discounter möglich gewesen, aus den ländlichen russischen Regionen zu expandieren. Zuerst nach Moskau, dann nach Kasachstan, mittlerweile bis nach China und Weißrussland. Und jetzt soll eben der deutsche Markt folgen.

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Möglicher Aldi/Lidl-Konkurrent Torgservis: Schlichtes Angebot soll Erfolg bringen

Das russische Unternehmen sucht laut der Lebensmittelzeitung in Deutschland Betriebsflächen in einer Größe von 800 bis 1200 Quadratmetern, Parkplätze sollten für 30 bis 40 Autos vorhanden sein. Zum Vergleich: Die beiden deutschen Discounter-Schwergewichte Aldi und Lidl haben ihre Filialen mittlerweile auf eine Fläche von ungefähr 1500 Quadratmetern ausgebaut, wie die Epoch Times schreibt.

Weiter setze der russische Discounter auf Strategien, die an die Anfänge von Lidl und Aldi erinnern. Denn während die deutschen Discounter mittlerweile immer mehr auf ein größeres Sortiment achten würden, bleibe Torgservis schlicht. Nur 1500 bis maximal 2000 Eigenmarken sollten auf Holzpaletten im Supermarkt angeboten werden.

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Video zeigt Lebensmittelkette in Russland

Ob die russische Discounterkette mit ihrer Expansion in Deutschland Erfolg haben wird, ist noch ungewiss. Experten prophezeien aber einen schwierigen Start: Der Supermarkt müsse im Vergleich zu Russland hohe Standards im deutschen Lebensmittelrecht und Qualitätsanforderungen der Kunden einhalten, aber trotzdem die billigen Preise bieten können. Bis sich das Unternehmen an diese Bedingungen angepasst hat, bleiben Lidl und Aldi also vorerst Vorreiter am deutschen Billigmarkt.

Übrigens: Aldi droht Streit um ein beliebtes Produkt. Der Discounter will die Preise senken, bekommt aber Gegenwind.

Auf Facebook interessiert die Kunden allerdings ganz anderes. So zum Beispiel, was es mit einem erstaunlichen Angebot aus einem Aldi-Prospekt auf sich hat. Auch Beschwerden werden dort gepostet. Doch nicht immer erhalten die Kunden die gewünschte Reaktion auf ihre Nachricht an Aldi.

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Update vom 5. März 2019: Der Discounter Aldi nimmt ein neues Markenprodukt in sein Sortiment auf und das zum besonders niedrigen Preis - allerdings nicht auf Dauer.

mef


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